17.07.2017

Wählen gehen heißt mitgestalten: Teamer Patrick im Interview

Die Think Big Tour ist in Stuttgart angekommen, um mit Workshops im Klassenraum und Aktionen auf dem Pausenhof Jugendliche für das Tourmotto act:together_Zusammenhalt in Vielfalt zu begeistern. Mit dabei ist Patrick Lühlow (25). Als Teamer moderiert er Workshops, hilft an der Fotobox und zeigt mit VR-Brillen und an der Think Big-Projektwand, wie eine gute Idee zu einem Think Big-Projekt werden kann. Patrick muss es wissen, denn er ist selbst ehemaliger Think Big Peerscout und Projektmacher. Grund genug, ihn zu fragen, wieso ihm gesellschaftliches Engagement so wichtig ist.

Schul-Workshops zum Thema "act:together_Zusammen in Vielfalt"

Im Klassenzimmer ist Teamer Patrick in seinem Element.

Bei der Think Big-Tour motivierst du Jugendliche im Workshop, Ideen für mehr Zusammenhalt in Vielfalt zu entwickeln. Wie erlebst du sie dabei?

Die Schülerinnen und Schüler sind sehr engagiert bei der Sache. Wenn wir ihnen zutrauen, dass ihre Ideen richtig sind, dann trauen sie sich auch selbst zu, gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen und Lösungen zu entwickeln. Die Erfahrung, etwas bewegen zu können, nehmen sie in ihren Alltag mit.

Wieso ist es wichtig, dass sich Kinder und Jugendliche gesellschaftlich engagieren?

Gerade, weil viele junge Menschen noch nicht wählen dürfen, ist es wichtig, dass sie sich auf andere Weise Gehör verschaffen. Mit gesellschaftlichem Engagement werden junge Themen für die Politik sichtbar. Außerdem finde ich es wichtig, dass Kinder und Jugendliche erfahren, dass sich Aktivsein lohnt.

Du hast mit welt_raum ein eigenes Think Big-Projekt entwickelt, worum geht es dabei?

welt_raum bringt seit 2 ½ Jahren Geflüchtete und Bürger, meist Studierende, in verschiedenen Formaten zusammen. Unsere Projekte sind auf Gegenseitigkeit angelegt. Ich habe zum Beispiel beim Sprachtandem mit Hassan aus Syrien versucht, Arabisch zu lernen und ihm Deutsch nähergebracht. Außerdem machen wir bei welt_raum Ausflüge in die Region oder auch ins Museum. Wir waren schon mal Schlittschuhlaufen und durften erleben, wie Bürger Geflüchtete, die sie nicht kannten, an der Hand übers Eis geleitet haben.

Was bedeutet für dich persönlich politische Teilhabe?

Sich zu informieren, mitzubekommen, welche Themen in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Sich eine Meinung zu bilden und selbst Position zu beziehen. Politische Teilhabe heißt für mich auch aktiv werden, ob in einer Partei, mit einem Blog, einem eigenen Projekt oder auf eine andere Weise. Beteiligung ist ein wichtiger Schritt.

Politische Teilhabe bedeutet auch, wählen zu gehen. Wie erklärst du Schülern, die meist noch nicht wahlberechtigt sind, warum Wählen Sinn macht?

Ich mache ihnen zum einen klar, dass es schon jetzt wichtig ist, sich eine politische Meinung zu bilden und um die eigenen politischen Vorlieben zu wissen. Zum anderen erkläre ich, dass Wahlen die Grundlage für unsere Demokratie sind. Wer wählen geht, hilft, radikalen Stimmen Einhalt zu gebieten. Wer nicht wählen geht, darf sich hinterher nicht über die politische Lage beschweren. Wählen schafft außerdem Verbundenheit zum politischen Geschehen. Das ist gut und wichtig für unsere Gesellschaft.

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