15.02.2018

So müde: Woher kommt eigentlich das Mittagstief?

Manche sagen Fresskoma oder auch Schnitzelkoma. Experten verwenden den etwas sperrigen Fachbegriff postprandiale Somnolenz. Gemeint ist ein Phänomen, dem so gut wie jeder regelmäßig begegnet. Aber woher kommt das berüchtigte Mittagstief eigentlich? Und vor allem: Was kann man dagegen machen?

Du kennst das: Ausgerechnet wenn du dich nach dem Mittagessen an die Hausaufgaben setzen möchtest oder zurück an die Arbeit gehst, passiert es. Du bist unkonzentriert und die Gedanken schweifen immer wieder ab. Am liebsten würdest du ein Nickerchen machen. Klarer Fall von Mittagstief.

Die innere Uhr und das Mittagessen

Forscher machen zwei Hauptursachen für den Durchhänger am frühen Nachmittag verantwortlich. Zum einen hat unsere innere Uhr tatsächlich mitten am Tag eine Ruhepause einprogrammiert. Je nachdem, welchem Schlaftyp du entsprichst und wann du morgens aufgestanden bist, ist diese entweder früher oder später.

Außerdem ist es der Zusammenhang zum Mittagessen kein Zufall. Das Verdauen der Nahrung, also Nährstoffe herauszuziehen und zu verarbeiten, kostet Energie. Und die zieht der Körper für diese Zeit von anderen Bereichen ab. Fett, Kohlenhydrate oder doch Eiweiß? Verschiedene Studien kommen zu verschiedenen Ergebnissen, welche Art der Nahrung genau für die besonders schlimmen Durchhänger verantwortlich ist.

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Raus aus dem Suppenkoma

Natürlich wäre es Blödsinn, jetzt aus Angst vor dem Müdigkeitstief gar nichts mehr zu Mittag zu essen. Kaffee ist leider auch kein gutes Hilfsmittel. Wenn seine Wirkung nachlässt, fühlt man sich nur noch erschöpfter. Es gibt Strategien, die besser helfen.

Am allerbesten, da sind sich die Forscher einig, ist tatsächlich: Ausruhen. Im Idealfall ein Mittagsschlaf. Zwanzig Minuten Power Nap reichen vollkommen aus. Wenn er länger dauert, kommt man in die Tiefschlafphase, aus der man nur sehr schwer wieder wach wird – und sich dann erst so richtig gerädert fühlt und schlechte Laune hat. Es muss jedoch nicht unbedingt Schlaf sein. Ein paar Minuten anderweitig zu entspannen, ist auch schon hilfreich. Oder ein kurzer Spaziergang – frische Luft tut gut und Tageslicht hemmt die Bildung des Schlafhormons.

Wenn du gar nicht drum herumkommst: Nimm dir für die Zeit deines persönlichen Mittagstiefs vor allem Aufgaben vor, die nicht sehr anstrengend sind. Natürlich ist das alles sehr individuell – und vor allem Typsache. Wenn du dich selbst aufmerksam beobachtest, findest du heraus, wann du am produktivsten arbeitest und wann du lieber eine Pause brauchst.

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Beitragsfoto: Yaroslav Astakhov @ Adobe Stock

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