11.10.2018

Projektförderung: Vom Wissen der Coaches profitieren

Als Projektmacher hat sich Florian mit zwei Freunden auf eine Förderung bei Think Big beworben. Gemeinsam mit Coach Ernst arbeiteten sie an Schools of Trust, einem Format, das alternative Schulformen präsentieren soll. Im Interview erzählen Florian und Ernst, wie ein Coaching abläuft und was für Vorteile es hat, einen Profi an Bord zu haben.

Schools of Trust baut auf dem gleichnamigen Projekt auf.

Was ist Schools of Trust?

Florian: Wir sind drei junge Menschen, die der Meinung sind, dass das Bildungssystem so, wie es ist, nicht die vollen Potenziale der Kinder und Jugendlichen ausschöpft. Deshalb haben wir uns mit unterschiedlichen Alternativen beschäftigt. Die meisten wissen nämlich nicht, dass es in Deutschland alternative Schulen gibt – den meisten sind Waldorf- oder Montessori-Schulen ein Begriff, aber womit wir uns hauptsächlich beschäftigen, das sind sogenannte freie Alternativschulen.

Warum ist es wichtig sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen?

Florian: Ich glaube es ist unglaublich wichtig, weil Schule und Bildung ein Thema ist, das alle betrifft, und ich glaube, dass man über die Schule ganz viel in der Gesellschaft erreichen kann. Schule hat die Aufgabe, Menschen auf ein glückliches und selbstbestimmtes Leben vorzubereiten, und wir glauben, dass das aktuelle Bildungssystem das in vielen Bereichen einfach nicht tut.

Wie sah die Unterstützung von Think Big aus?

Florian: Wir hatten uns beworben, nachdem wir es von einer Freundin empfohlen bekommen hatten. Wir konnten dann wählen, ob wir uns für eine finanzielle Unterstützung oder ein Coaching bewerben – wir haben das Coaching gewählt und waren auch super happy damit.

Für dich auf Tour: Jonas, Tabea und Florian

Wie läuft so ein Coaching ab?

Florian: Dadurch, dass wir das Projekt zu dritt machen, also Jonas, Tabea und ich, haben wir uns immer per Skype mit Ernst verabredet. Dann war es meistens so, dass wir im Vorhinein Aufgaben besprochen haben, oder wir hatten gemeinsam vereinbart, an welchen Punkten wir arbeiten wollen. Beim nächsten Call haben wir geschaut, wie schnell wir die Punkte abarbeiten konnten. Es war eine super Atmosphäre und das Gute war, dass Ernst auch Lehrer und Pädagoge ist, er konnte da also selbst mitfühlen bei dem, was wir vorhaben.

Ernst: Wir haben uns über das Projekt unterhalten und überlegt “Was steht gerade an?”. Die Projektmachenden wollten gerade ihre Reise starten und dafür Aufmerksamkeit generieren – eine zweite Challenge war, das Projekt wirtschaftlich unabhängiger zu machen. Das waren die beiden Anliegen, bei denen wir uns überlegt haben: Wo stehen wir?, Wo wollen wir hin? und Was kann man tun, damit man da hinkommt?. (…) Dann ist es ein bisschen unterschiedlich, ob ich klassisch als Coach tätig bin und versuche, die Teilnehmer zu ihren eigenen Lösungen finden zu lassen, oder als Berater interveniere.

Darf natürlich nicht fehlen: Die Kamera

Warum habt ihr euch für ein Coaching entschieden und nicht für eine finanzielle Förderung?

Florian: Das hatte pragmatische Gründe. Klar wäre Geld auch cool für uns – aber mit Geld kannst du dir schwer einen guten YouTube-Channel kaufen. Natürlich kannst du Leute bezahlen oder Werbung schalten, aber im Endeffekt fehlt uns an vielen Stellen einfach elementares Wissen und dann haben wir uns gedacht: Vielleicht ist es sinnvoller, jetzt einfach dieses Wissen zu kriegen und langfristig Vorteile davon zu haben.

Ernst: Wenn man Geld kriegt, ist das immer hilfreich und kann einem in dem Moment auf jeden Fall weiterbringen, allerdings ist dabei immer noch nicht sichergestellt, dass damit ein Erfolg herbeigeführt wird. Geld ist schnell ausgegeben, aber ein Projekt ist nicht so schnell umgesetzt. Deswegen würde ich sagen, ist so ein begleitendes Coaching eine Möglichkeit, das Projekt zusätzlich zu unterstützen und ihm Struktur zu geben – was das Geld in diesem Fall nicht leisten kann.

Tipps vom Experten

Damit ein Projekt reibungslos verlaufen kann, bedarf es manchmal auch professioneller Unterstützung – wie hier zum Beispiel durch Ernst. Als Coach hat er aufgrund seines Berufs und seines Vorwissens die Expertise, auf die es ankommt:

Einer der Think Big Coaches: Ernst

Was machst du beruflich?

Ernst: Eigentlich bin ich Lehrer für Sekundarschule und Gymnasium. Aber statt als Lehrer tätig zu sein, mache ich Crowdfunding-Beratung, produziere Onlinekurse, vertreibe mein Buch und mache die Coachings. Ich würde sagen, weit gefasst bin ich immer noch Lehrer, nur nicht mehr im klassischen Schuldienst.

Wie kam es dazu, dass du Coach für Think Big geworden bist?

Ernst: Ich glaube, das kam ursprünglich über die Crowdfunding-Beratung, dass die DKJS auf mich aufmerksam geworden ist. Abgesehen davon glaube ich, hat es auch sonst einfach gut gepasst, denn Menschen dabei zu unterstützen ihre Ziele zu erreichen und ihre Projekte umzusetzen ist ja im Endeffekt auch das, was ich mache.

Wem genau würdest du so ein Coaching empfehlen?

Ernst: Ein Coaching ist, nach meinem Verständnis, zielorientiert. Ich würde es also jedem empfehlen, der ein bestimmtes Ziel vor Augen hat, das er gerne erreichen möchte. Darüber hinaus gibt es eigentlich keine Kriterien für mich. Man muss einfach Lust haben, etwas umzusetzen, ein Projekt oder ein Ziel anzugehen – dann kann es für jeden eine Bereicherung sein, sich coachen zu lassen.

Coaching im 21. Jahrhundert: Digital.

Die neuesten Infos zum Projekt Schools of Trust findest du auch auf YouTube, Facebook oder Instagram. Wenn du dich für ein Coaching interessierst, kannst du dich hier mit deinem Projekt dafür bewerben.

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