13.05.2016

Mini-Computer Raspberry Pi bringt Klassenfoto zum Sprechen

Wenn ihr an Himbeerkuchen denkt, kommen euch wahrscheinlich eher Gedanken an den letzten Kaffeekranz bei Oma in den Kopf. Doch Raspberry Pi (RaspberryPie ausgesprochen, das englische Wort für Himbeerkuchen) ist mittlerweile auch ein gängiger Begriff in der Computerszene. Der winzige Einplatinen-Rechner mit dem fruchtigen Namen lässt sich leicht programmieren und eignet sich besonders gut zum Experimentieren. Gerade bei der Realisierung von Projekten mit „smarten“ Gegenständen spielt er deshalb eine immer wichtigere Rolle. Wir verraten euch, was er alles kann und wie er den Trend des Internets der Dinge weiter vorantreiben wird. Außerdem kommt der Mini-Computer auch bei der Die Platine des Raspberry Pi ist multifunktional und kann in vielen Bereichen eingesetzt werden[/caption]

Wer kam auf die Idee?

Programmieren lernen? Viel zu komplex und dann doch eher was für Computer-Nerds. Dieser Meinung sind vermutlich heutzutage immer mehr Jugendliche. Sie sind froh, wenn Smartphone oder Laptop einwandfrei funktionieren – ans selber Reparieren oder Rumbasteln werden keine Gedanken verschwendet. Diese Entwicklung stellte man auch an der Universität Cambridge in Großbritannien fest, als man herausfinden wollte, warum sich immer weniger junge Leute für den Informatikstudiengang interessieren.

Deshalb wollte man den Jugendlichen einen günstigen PC an die Hand geben, mit dem sie experimentieren und spielerisch das Programmieren erlernen können. Schon kurze Zeit später wurde dieses Vorhaben realisiert: Der erste Raspberry Pi Mini-PC in der Größe einer Kreditkarte wurde von der neu gegründeten Raspberry Pi Foundationauf den Markt gebracht. Erhältlich schon ab fünf Euro.

Bei der Namensgebung blieb man übrigens einer Tradition treu: Coole Computer werden nach Früchten benannt (Stichwort Apple). Das Pi steht für hier für „Python Interpreter“, da für die Nutzung des Rechners ursprünglich die Programmiersprache Python vorgesehen war.

Und was kann man damit machen?

Mittlerweile ist der schlaue Himbeerkuchen auch bei Hobby-Programmierern ein sehr beliebtes Tool. Denn er eignet sich nicht nur zum Programmieren von Software, sondern lässt sich – einfach gesagt – an die Welt oder an Gegenstände „andocken“ und sie somit intelligent werden.

Mit Linux verfügt er über ein Betriebssystem, das sich sehr leicht „hacken“ lässt – dadurch sind die verschiedensten Ideen realisierbar. Außerdem besitzt die Platine diverse Anschlüsse und eine sogenannte GPIO-Schnittstelle. Diese General Purpose Input/Output Schnittstelle besteht aus 40 elektronischen Pins, an die sich LEDs, Sensoren oder elektrische Motoren direkt anschließen lassen.

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Dass das sogenannte Internet der Dinge aktuell ein riesiger Trend und wichtiges Zukunftsthema ist, haben wir euch bereits in einem Der „Magic Mirror“: Beim Zähneputzen gleich das Wetter checken[/caption]

Raspberry Pi bei der Think Big Tour 2016

Auch auf der diesjährigen Think Big Tour, spielt die praktische Platine eine zentrale Rolle. Im Workshop „Internet der Dinge“ können die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler selbständig Projekte mit dem Raspberry Pi umsetzen. An verschiedenen Stationen lernen sie einen Roboter zu programmieren, ein Klassenfoto zum Sprechen zu bringen oder ein futuristisches Klassenzimmer zu entwerfen – mit Lichtschranke und coolen LED-Funktionen.

Generell dreht sich auf der Think Big Tour dieses Jahr alles rund um das Thema „Internet der Dinge“. Mehr über das komplette Programm und wo unsere Vans überall Halt machen, erfahrt ihr hier.

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