08.04.2016

Internet der Dinge: Wenn der Kühlschrank anfängt zu denken

Wenn ihr gerade diesen Artikel lest, ist mindestens eines eurer Geräte zu Hause mit dem Internet verbunden. Wahrscheinlich euer Computer, Notebook oder Smartphone. Dass diese Geräte online sind, ist für euch nichts Besonderes und eigentlich das normalste der Welt. Doch was wäre, wenn sich auf einmal viel mehr Dinge mit dem Internet verbinden könnten? Eure Uhren, Schuhe oder sogar Kühlschränke? Für diese Entwicklung gibt es bereits einen Begriff: das Internet der Dinge. Dieser Trend könnte unsere Zukunft komplett verändern – vom Smartphone zum Smart-Home bis zur Smart-World. Wir erklären euch, was es genau damit auf sich hat.

Das Internet der Dinge steht für die Vernetzung von sämtlichen Geräten.

Was ist das Internet der Dinge eigentlich?

Wenn wir heutzutage das Internet nutzen, dann meistens über ein Gerät wie beispielsweise den PC. Während des Surfens im Web, schenken wir dem Bildschirm unsere Aufmerksamkeit. Doch genau das soll sich durch das Internet der Dinge ändern: Der Computer selbst verschwindet und wird durch intelligente Gegenstände ersetzt. Sie sollen den Menschen bei den verschiedensten Tätigkeiten unterstützen, indem sie über Sensoren oder andere Chips Aktivitäten oder Umwelteigenschaften erfassen, und die gesammelten Informationen über das Internet weiterleiten. Das Internet wird somit also nicht mehr nur aktiv von uns selbst genutzt, sondern die Gegenstände um uns herum kommunizieren miteinander ohne unseren Einfluss. Da sich das Internet der Dinge nicht nur auf bestimmte Geräte bezieht, lässt es sich grob in sechs Bereiche unterteilen:

  • Wearables: Spätestens seit Veröffentlichung der Smart Watch, sind Wearables in aller Munde. Doch mittlerweile gibt es noch mehr intelligente Gegenstände, die am Körper befestigt sind. Beispielsweise können Herzschrittmacher wichtige Daten direkt an den Arzt senden.
  • Gadgets: In diesem Bereich wird das Internet der Dinge mehr zum Spaß genutzt. Dazu zählen beispielsweise smarte Spielzeuge, die sich per App steuern lassen oder Schuhe, die bewältigte Strecken messen und Schritte zählen.
  • Smart-Home Produkte: Hier sind sämtliche Haushaltsgeräte gemeint, die mit dem Internet verbunden sind. Onlinefähige Kühlschränke registrieren, wenn die Milch leer ist und können selbständig Nachschub bestellen. Oder: Intelligente Heizungen können via App-Steuerung schon auf dem Weg nach Hause angestellt werden.
  • Vernetzte Autos: Moderne Fahrzeuge können bereits wichtige Informationen, wie Schäden, direkt an die Werkstatt senden. Die Zukunft liegt aber im automatisierten Fahren. Dabei werden die Autos nicht mehr von uns gesteuert, sondern über Sensoren, die miteinander kommunizieren.
  • Industrie: Das Internet der Dinge spielt auch in Fabriken eine große Rolle. Maschinen könnten in Zukunft nicht mehr von Menschen bedient werden, sondern erhalten alle benötigten Informationen über das Internet. Dabei lernen sie, auch untereinander zu kommunizieren.
  • Infrastruktur: Der Begriff einer Smart-City existiert bereits. In so einer Stadt wären sämtliche Ampeln oder Straßenlaternen mit dem Internet verbunden und könnten ohne Einwirkungen der Menschen gesteuert und koordiniert werden.

Vorteile und Risiken

Die Smartwatch war nur der Anfang. Mittlerweile sind Milliarden Dinge mit dem Internet verbunden.

Ob intelligente Kochtöpfe, Toaster oder Hundehalsbänder. Die Möglichkeiten des „Internet of Everything“ scheinen aktuell grenzenlos zu sein. Forschungen zufolge sind heute bereits über sechs Milliarden Dinge online – in vier Jahren sollen schon 21 Milliarden Sachen eine Art Eigenleben führen können. Diese Aussicht klingt erst mal nicht schlecht, wenn man daran denkt, wie viel bequemer unser Leben dadurch werden könnte. Man muss sich um viel weniger kümmern, wenn das Auto weiß, wohin es fahren muss oder der Backofen von alleine vorheizt. Auch sicherer und vor allem gesünder soll das Internet der Dinge unser Leben machen, meinen manche Experten.

Auf der anderen Seite birgt diese komplette Vernetzung jedoch auch einige Risiken: Hacker können nun nicht mehr nur auf den PC zugreifen, sondern sämtliche Geräte manipulieren und so vertrauliche Informationen abgreifen. Aber auch Autos oder ganze Verkehrssysteme könnten gehackt werden. Dazu kommt, dass durch das Internet der Dinge immer mehr Informationen über unser Leben gespeichert werden – was durchaus seine Nachteile haben kann. Stellt euch vor, der Kühlschrank lässt sich nicht öffnen, weil ihr länger keinen Sport gemacht habt oder der Fernseher lässt euch keinen Horrorfilm schauen, weil das schlecht für die Herzfrequenz wäre.

Werdet Teil des Trends

Ihr merkt: Das Internet der Dinge steckt längst nicht mehr in den Kinderschuhen, sondern wird immer mehr zum Teil unserer Gesellschaft und vermutlich auch eure Zukunft stark beeinflussen. Nutzt die Chance, tolle Ideen zu entwickeln und gestaltet die Zukunft des Internets der Dinge aktiv mit.

Auch auf der letzten Think Big Tour drehte sich alles um das Internet der Dinge.

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