30.10.2018

Daumen gedruckt: was 3D-Drucker alles leisten können

Drucken auf Papier war gestern. Mit neuen Druckverfahren lässt sich viel mehr herstellen, als man denkt. Auch Teilnehmer unserer Think Big Camps zum Thema Making & Coding sind schon mit ihnen in Berührung gekommen. Und auch in der Think Big eCademy kannst du das Thema vertiefen. Die Rede ist von 3D-Druckern.

Jeder Gegenstand lässt sich in Millionen winziger Teilchen zerlegen. Ein 3D-Drucker macht genau das Gegenteil: Er nimmt kleinstmögliche Teilchen und fügt sie aneinander – bis am Ende das gewünschte Modell entsteht. Das Ganze funktioniert dabei über ein sogenanntes additives Verfahren, bei dem einzelne Schichten übereinandergelegt werden.

Think Big Camp XXL

Wie funktioniert eigentlich ein 3D-Drucker? Im Think Big Camp XXL konnten die Teilnehmenden es herausfinden.

Mehr Möglichkeiten, als du vielleicht denkst

Das Interessante an 3D-Druckern ist, dass sie nicht nur aus Plastik Gegenstände herstellen können. Inzwischen gibt es eine ganze Bandbreite an Materialien, die in Kleinstarbeit zusammengefügt werden. Mit dabei sind unterschiedliche Kunststoffe, Metalle, Lebensmittel (ein chinesisches Forscherteam hat sich z.B. einen Kartoffelbrei-Drucker patentieren lassen) und außerdem auch Glas und Keramik. Durch die Verarbeitung der unterschiedlichen Materialien ist der 3D-Drucker für viele Firmen und Branchen interessant. Wo viele Spezialteile benötigt werden, bietet sich die Marke Eigenbau an – schließlich wird damit einiges an Zeit und Transportkosten gespart. Besonders in der Medizin könnte der 3D-Druck ein Durchbruch für die Behandlung von Patienten darstellen. Daher wird intensiv daran geforscht, Prothesen, Implantate und sogar ganze Organe aus dem 3D-Drucker herzustellen.

Think Big Camp XXL

Bei den Think Big Camps lernen Teilnehmenden, wie 3D-Druck für den guten Zweck genutzt werden kann.

Keine Innovation ohne Risiken

Die relativ neue Technik birgt jedoch auch einige Gefahren: In den USA wird zum Beispiel darüber diskutiert, ob gedruckte Pistolen und Gewehre gesetzlich erlaubt werden sollen. Darüber hinaus können die Allesdrucker auch generell wegen der genutzten Materialien ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Ebenfalls ein Streitpunkt ist das Nachproduzieren von geistig geschütztem Eigentum. Ob es mit der eigenen Legofabrik also etwas wird, bleibt deshalb noch abzuwarten.

Aber: noch nicht für jeden

So groß das Potenzial der 3D-Drucker auch ist, bisher sind sie in den meisten Haushalten noch nicht angekommen. Das hat unter anderem zwei Gründe: die Kosten und die Herstellungsdauer. Die günstigsten Modelle liegen preislich bei ungefähr 150 Euro und zusammen mit dem Herstellungsmaterial setzen sie damit zumindest schon einmal den Geldbeutel unter Druck. Dazu nimmt die Herstellung eines Modells immer einiges an Zeit in Anspruch – um sich ein Ersatzteil auszudrucken, können da manchmal ein paar Stunden vergehen.

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