29.08.2018

CIMON: Next Level Technik auf der ISS

Das neue Besatzungsmitglied der ISS kann sich bewegen, sprechen und sogar Witze erzählen – ist aber trotzdem kein Mensch.

Hast du dir schon einmal überlegt, was Astronauten von der Erde mit auf eine Raumstation nehmen? Ihr eigenes Smartphone vielleicht? Die Antwort darauf ist nein, keiner von der Besatzung hat sein eigenes Gerät mit dabei. Durch das Senden von Signalen wären nämlich möglicherweise die Sicherheit und die Kommunikation auf der Station gefährdet – dafür gibt es aber viele andere coole Gadgets, mit denen im Weltraum gearbeitet wird.

Der erste fliegende Sprachassistent im Weltraum

Astronaut Alexander Gerst, der dieses Jahr auf die internationale Raumstation geflogen ist, kann getrost auf sein Smartphone verzichten, denn er hat etwas viel Besseres im Gepäck: CIMON. Dieser Roboter bringt das Thema Internet der Dinge nochmal auf ein ganz neues Level, denn er ist der Erste seiner Art.

CIMON steht für Crew Interactive MObile companioN und ist ein mit künstlicher Intelligenz ausgestatteter Roboter, der den Arbeitsalltag der Astronauten vereinfachen soll. Die Technikkugel ist fast so groß wie ein Medizinball und kann sich eigenständig in der Raumstation bewegen – dabei helfen eingebaute Propeller, Kameras und Ultraschallsignale. In dieser Form ist CIMON auch das erste autonome Roboter-Crewmitglied auf der ISS.

CIMON, der fliegende Astronauten-Assistent // Foto: DLR/T.Bourry/ESA.

CIMON nach Hause telefonieren?

Alexander Gersts Robo-Buddy ist wie ein fliegender Sprachassistent, der sich eigenständig bewegt. Über seine Kameras kann er den Alltag der Astronauten dokumentieren und deren Aufträge ausführen. Die Kommunikation funktioniert dabei überwiegend genau so wie mit einem gewöhnlichen Sprachassistenten: über die Sprache. Aber auch hier gibt es eine Besonderheit: Mit dem eingebauten Bildschirm hat CIMON sogar ein Gesicht und kann Emotionen zeigen. Außerdem kann der schwebende Computer auch Nachrichten versenden, Videos abspielen oder die Besatzung durch wissenschaftliche Experimente leiten.

Stressfreies Schweben

Dass CIMON mit an Bord ist, hat gleich mehrere Gründe: Zum einen soll er die Crew, so gut es geht, unterstützen und entlasten, zum anderen wird auch getestet, ob der sprechende Technikball auch einen positiven Einfluss auf den Stresslevel der Astronauten haben kann – falls dem so ist, wird der kleine Roboter mit Sicherheit nicht das letzte künstliche Crewmitglied auf der ISS sein!

Beitragsfoto: DLR/T.Bourry/ESA.

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