14.11.2018

5G – Was bedeutet die neue Mobilfunkgeneration?

Technologien werden immer weiterentwickelt und durch neue Forschung verbessert – so auch beim Mobilfunk. Für den Nutzer heute noch aktuell, bedeuten neue Entwicklungen auch angepasste Standards. Gerade die fortschreitende Digitalisierung stellt immer höhere Anforderungen an die Datenübertragung.

1990 ermöglichte uns 2G erstmals SMS zu versenden. Im Jahr 2000 war 3G Internet auf dem Mobiltelefon nutzbar. Wieder zehn Jahre später ermöglichte 4G breitbandige Internetverbindungen für Multimedia-Anwendungen auf dem Smartphone. 2020 wäre also ein passendes Jahr für die Einführung einer neuen Generation des Mobilfunks. Und so soll es auch sein: 5G leitet das digitale Jahrzehnt ein.

Was kann die neue Generation?

Auch wenn bis zur Einführung des neuen Netzes noch viel geforscht werden muss, gibt es doch klare Vorstellungen, was uns mit dem neuen Mobilfunkstandard erwartet. Das Netz soll natürlich schneller werden. Die Zeit der Informationsübertragung von Sender zu Empfänger – Latenz genannt – soll dann idealerweise nur noch eine Millisekunde oder weniger betragen. Da kann man schon von Echtzeit sprechen. Wo im LTE-Netz (4G) theoretisch 300 Mbit/s möglich sind, soll die neue Technologie-Generation die Übertragungsbandbreite auf 10 Gigabit pro Sekunde aufstocken. Davon würden wir im Alltag vor allem bei Cloud- oder Streaming-Anwendungen profitieren. Allerdings teilen sich diese üppigen Datenraten dann immer noch alle Nutzer in einer Funkzelle. Netz und Ressourcen von 5G werden sich außerdem nach benötigtem Bedarf aufteilen lassen. Das sogenannte Network Slicing generiert flexibel jeweils die Datenraten, die Geschwindigkeit und Kapazität, die für die aktuelle Anwendung benötigt werden.

Ein Netz für das Internet der Dinge

Die neue Technologiegeneration ist aber nicht einfach nur „das nächste Hochgeschwindigkeitsnetz” und die Verbesserung der Möglichkeiten von 4G. Was 5G vor allem von den alten Technologien unterscheidet, ist seine Flexibilität und Intelligenz. Durch Digitalisierung und die steigende Masse an mobilen Daten nimmt in Zukunft die Vernetzung von Geräten und Sensoren in sämtlichen Lebensbereichen immer stärker zu. Vernetztes Fahren, Automatisierung der Industriemaschinen, die über Datenverbindungen kommunizieren, gewinnen vor allem dort an Bedeutung. Besonders hier sind die kurzen Latenzen von 5G für Echtzeit-Kontrolle und -Steuerung notwendig. Auch virtuelle oder erweiterte Realität soll noch stärker mobil werden – etwa für Servicetechniker, die Instruktionen oder Pläne in Datenbrillen eingeblendet bekommen. 5G richtet sich also nicht mehr nur an die klassischen Mobilfunknutzer, sondern vor allem auch an die Industrie.

Dann her mit diesem Supernetz

Aber nicht so schnell. Das alles bedeutet nicht, dass die Entwicklung von 4G beendet ist. Es wird für viele Jahre der Weg der mobilen Datenübertragung für die Verbraucher bleiben. Ein 4.5G-Testnetz erreichte vor einiger Zeit erstmals Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1,7 Gigabit pro Sekunde. Das wird mittelfristig für alle denkbaren Anwendungen ausreichen. Mobilfunk-Experten rechnen mit der kommerziellen Einführung von 5G nicht vor 2020. Das liegt vor allem an vielen Umstellungen, die das neue Netz mit sich bringt: Angefangen bei einer anderen Hardware, bis hin zu Endgeräten und der Systemtechnik, die am Markt verfügbar sein müssen. Höhere Datensätze erfordern andere Kanäle und Frequenzen. 5G wird daher vermutlich zunächst in bestimmten Gebieten oder bedarfsorientiert vor allem in der Wirtschaft seine Anfänge finden.

Der neue Mobilfunkstandard, seine Anwendungsmöglichkeiten und Herausforderungen haben dein Interesse geweckt? Dann schau doch auch mal im Public Affairs Blog von Telefónica vorbei.

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