12.09.2017

Settle in: eine zeitgemäße Integrationsplattform

2015 und 2016 waren die Medien voll von Nachrichten über die Flüchtlingsströme in Richtung Deutschland. Viel Hilfe wurde benötigt und viele sprachen davon, dass sie gerne helfen würden.

Wir, das Team von Settle in, merkten, dass leider zu viele nur vom Helfen sprechen, aber nicht wirklich aktiv werden. Wir wussten auch, dass nicht nur davon gesprochen wird, um nicht als Außenseiter zu gelten, sondern weil alle wirklich helfen wollen.

„Warum wird dies eigentlich nicht in die Tat umgesetzt?“ haben wir uns gefragt und die Ursachen dazu gesucht.

Dabei stellten wir fest, dass es besonders für junge Leute schwierig ist eine lange Verbindlichkeit in dieser Hinsicht einzugehen und der „Helfermarkt“ nicht transparent und komplex ist. Die meisten unserer Freunde wussten gar nicht, wohin sie gehen sollten um anzupacken.

Hier ist uns die Idee gekommen, eine Social Media Plattform für Flüchtlinge und Helfer zu gründen – Settle in.

Flüchtlinge sollen sich anmelden können und angeben können wo sie Hilfe benötigen, z.B. Deutsch lernen, zum Arzt gefahren werden oder bei der Immatrikulation an der Universität.

Helfer wiederum sollen angeben wo sie helfen können.

Basierend auf diesen Angaben können beide Parteien zueinander finden und aus Worten endlich Taten folgen.

Zu Beginn des Projektes haben wir uns überlegt, was die Seite alle können muss und welche Angaben von beiden Seiten benötigt werden.

Hochmotiviert haben wir versucht die Seite selber zu programmieren. Schnell haben wir gemerkt, dass dies unsere Fähigkeiten weit überschreitet. Freunde haben uns Programmierer in Vietnam empfohlen und die ersten Kosten kamen auf uns zu. In diesem Prozess hat Liv ihre kreativen Fähigkeiten unter Beweis gestellt und die komplette Seite designed, damit die Programmierer lediglich basierend darauf Arbeiten konnten.

Als die Seite fertig war, konnten wir kaum glauben, dass unser Projekt wirklich live ist.

Mit dem Laptop unter dem Arm wollten wir direkt loslegen und die ersten Tests in einem Flüchtlingsheim machen. Hier haben wir leider den ersten Rückschlag erlitten und gelernt, wie komplex es ist sich als „Helfer“ zu in Deutschland bewerben. Ein polizeiliches Führungszeugnis etc. wird benötigt – welches wird als sehr sinnvoll ansehen! Jedoch merkten wir auch, dass diese Anforderungen sich stetig verändern und man extrem viel Zeit benötigt, um up to date zu bleiben. Wir merkten auch, dass neben unserem Bachelor-Studium kaum Zeit für solch ein Vollzeitprojekt ist.

Aktuell haben wir Settle in somit auf Eis legen müssen, aber wir glauben weiterhin daran, dass es die zeitgemäße Variante der Integration ist und die beste Möglichkeit Millenials in das Projekt „Integration“ einzubinden.

Think Big war hier eine große Unterstützung, denn ohne den Support wären uns bei der Programmierung der Webseite finanziell die Hände gebunden gewesen.

Vielen Dank hierfür!

Wir verwenden Cookies, um eine benutzerfreundliche Navigation zu gewährleisten und die Webseite fortlaufend zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmst du der Verwendung von Cookies zu.Cookie-Hinweise zum Datenschutz