20.11.2018

Der Zusammenhang zwischen einem Berg & einer Website

Es ist ein verregneter Dienstag morgen. Ich sitze im Zug auf dem Weg nach Freiburg. Ich beobachte die Regentropfen, die sich an meinem Zugfenster tümmeln und muss schlucken, als ich hoch in die graue Wolkendecke schaue. Irgendwie lustig, denke ich mir. So in etwa fühle ich mich, wenn ich an unsere nächsten Tage denke. Unser Projekt Leidenschaftlich Lernen ist in den letzten Wochen sehr gut voran gekommen. Nur unsere Website steht vor mir, wie ein riesiger Berg, bei dem ich nicht weiß, wie ich ihn bezwingen soll. Dieser Berg soll jetzt in Freiburg bestiegen werden. Projektinitiator? Think Big. Bergführer? Unser Workshopleiter Leon. Bergsteiger? Mein Mitstreiter Jonas und ich.

Mittwoch. Die erste Bergtour steht an: Die Konzeption einer guten Website. Wie oft haben Jonas und ich schon darüber nachgedacht, wie wir unsere Website ansprechend gestalten könnten und waren doch nicht zufrieden… Nichts da! Leon bittet uns, alle vorherigen Gedanken an die Website erstmal aus unseren beiden Köpfen zu löschen. Und siehe da – schon am Mittag haben wir gut 300 Höhenmeter bezwungen. Leon erklärt uns die Welt der Farben. Er arbeitet mit uns an einer leichten und überschaubaren Struktur. Er erzählt, wie wichtig Bilder sind, dass manchmal je weniger desto mehr gilt und, dass unsere Vision auf erstem Blick erkennbar sein sollte.

Nach zwei Tagen intensiver Auseinandersetzung mit unserem Konzept haben wir bereits fast die Hälfte des Berges hinter uns gelassen. Jonas und ich es kaum erwarten, endlich anzufangen. Doch damit wir das überhaupt technisch hinbekommen, beschäftigen wir uns mit Leon in den nächsten drei Tagen mit WordPress – der Plattform, mit der momentan so gut wie jeder Websitenprofi arbeitet. Der Plattform, von der Jonas und ich keine Ahnung haben. Doch Leon weiß gefühlt alles. Er hat auf jede Frage eine Antwort.

Wie verliert man am wenigsten Bildqualität? Wie funktioniert das, wenn man die Website über verschiedene Accounts bedient? Wie können wir sogar einen Blog auf die Website stellen?

Es fasziniert mich, wieviele verschiedene Wege und Möglichkeiten es gibt, diesen Berg zu bezwingen. Das Tolle: Wir allein können entscheiden, welchen wir gerne gehen möchten und welchen nicht.

Und dann stehen wir plötzlich am Gipfel. Die Aussicht ist überragend toll. Wenn ich hinunter ins Tal schaue, dann sehe ich all die Steine, auf die wir getreten haben, alle Halterungen, an denen wir uns festgehalten haben und die zig Hinweisschilder, die unser Bergführer liebevoll erstellt hat.

Jetzt müssen wir nur noch unser eigenes Gipfelkreuz aufstellen. Denn online und komplett fertig ist die Website noch nicht. Doch das können wir jetzt ganz alleine.

Auf meinem Heimweg im Zug schaue ich wieder nach draußen. Die Wetterlage hat sich geändert; diesmal ist der Himmel blau.

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