Industrialisierung/Digitalisierung des Rechts

Industrialisierung/Digitalisierung des Rechts
Der Rechtsdienstleistungsmarkt im Lichte des digitalen Wandels Mit dem zunehmenden Einsatz kostenreduzierender Systeme und intelligenten Maschinen, verändert sich der globale Arbeitsmarkt. Auch der Rechtsmarkt verändert sich angesichts der fortschreitenden Technisierung. Künstliche Intelligenz, Blockchain und die Standardisierung einfacher Rechtsaufgaben werden den Anwalts- und Richterberuf vor neuen Herausforderungen stellen. Schon heute zeichnen...
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Übersicht

Projekteigentümer
Dalia M.
Status
Angenommen
Type
Coaching

Beschreibung

Der Rechtsdienstleistungsmarkt im Lichte des digitalen Wandels

Mit dem zunehmenden Einsatz kostenreduzierender Systeme und intelligenten Maschinen, verändert sich der globale Arbeitsmarkt.

Auch der Rechtsmarkt verändert sich angesichts der fortschreitenden Technisierung.

Künstliche Intelligenz, Blockchain und die Standardisierung einfacher Rechtsaufgaben werden den Anwalts- und Richterberuf vor neuen Herausforderungen stellen.

Schon heute zeichnen sich aufgrund von Machine Learning-Software Veränderungen in der anwaltlichen Arbeitsweise ab, sodass bereits große Transaktionsprozesse wie Due Dilligence mithilfe von Softwareprogrammen die Arbeit von jungen Juristen entbehrlich machen. Der erfahrenste Jurist hat im Wettstreit gegen eine Vertragsanalysesoftware wie die von Lawgeex keine Chance (https://www.lawgeex.com/AIvsLawyer/).

Die Blockchain-Technologie ermöglicht ungeahnte Vorteile, um Transaktionen und rechtliche Prozesse transparenter, sicherer und vernetzter zu gestalten. Und zahlreiche Legal Tech Startups von nicht juristischen Teilnehmern mischen sich im Wettkampf um Mandanten mit, erhöhen den Wettbewerbsdruck durch disruptive Geschäftsmodelle und verändern die Sichtweise auf interne Arbeitsprozesse.

Wir befinden uns im Jahr 2018, in dem die Vor- und Nachteile von Technologien abgewogen werden. In den Medien liest man viel über das KI-Gespenst, doch niemand außer die wenigen KI-Experten wissen so genau, wohin die Reise geht. Und doch ist gewiss, dass begünstigende Faktoren wie technische Errungenschaften, gesteigerte Rechenleistung, größeres Kapazitätsvolumen, schnellere Rechengeschwindigkeit und Datenvielfalt die Expansion der genannten Trends exponentiell befördern.

Anders als bei einer kontinuierlichen Entwicklung, überschätzen wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt solche Technologien. Die Gefahr besteht jedoch, dass wir auf lange Sicht und vor allem zum späteren Zeitpunkt diese exponentiell wachsenden Trends unterschätzen. Ohne eine grundlegende Vorbereitung können wirtschaftliche, gesellschaftliche und geopolitische Folgen resultieren.

Über die Hintergründe der gesellschaftlichen, rechtspolitischen, wirtschaftlichen Auswirkungen, Chancen und Risiken dieser Technologien auf die Arbeitswelt von morgen herrscht Uneinigkeit.

Staaten, Regierungen und Politiker erhoffen sich im „digitalen Wettrüsten“ Wirtschaftsmacht und internationalen Einfluss, sodass kontinuierlich Strategiepapiere und Maßnahmenkataloge zur Förderung neuer Technologien entworfen werden.

Was zu kurz kommt, ist: Die Auseinandersetzung mit diesen essentiellen Themen im Frühstadium der Ausbildung – angefangen von der Schulausbildung bis hin zur akademischen und beruflichen.

Wenn die herangehenden Abiturienten, Studienabsolventen und Berufsanfänger nicht wissen, wie sich die Welt verändern wird, geht viel Potenzial verloren und die Wirtschaft und Gesellschaft leidet darunter.

Ich kann mit einem Projekt nicht die ganze Bandbreite an Berufsfeldern thematisieren. Was ich mit einem Projekt jedoch thematisieren möchte, ist die Frage, inwiefern sich die juristische Arbeit verändern wird. Hierbei möchte ich mich weniger mit der Frage beschäftigen, inwieweit die juristische Arbeit durch Maschinen ersetzt wird. Vielmehr gilt es aufzuzeigen, wie sich die Arbeit der Anwaltschaft angesichts der dynamischen Entwicklungen durch neue Technologien, innovativen Ansätzen und neuen Denkherausforderungen ändern wird.

Bislang gibt es nur einzelne Leuchtturmprojekte, die getrieben von Legal Tech-Enthusiasten, aus eigener Initiative, interdisziplinäre Angebote für Studierende der Rechtswissenschaften geschaffen haben.

Denjenigen, die diese Entwicklung am meisten betrifft, der nächsten Generation angehender Juristinnen und Juristen, wird damit nur bedingt geholfen. Freiwillige Zusatzprojekte können nicht alle Studierende in gleicherweise adressieren, um sie auf die Zukunft vorzubereiten.

Dabei muss eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den Einflüssen durch die zunehmende Digitalisierung früher stattfinden und bereits da ansetzen, wo sich interessierte Abiturienten für das Studium der Rechtswissenschaften entscheiden, wo Studierende der Rechtswissenschaften über Berufsperspektiven und Arbeitsfelder informiert werden möchten und wo sie zukunftssicher auf ihre Berufsausübung vorbereitet werden müssen.

Das Thema ist derart relevant, dass eine größere Sichtbarkeit der Thematik notwendig erscheint. Das Thema möchte ich medial als Kampagne verbreiten und eine größere Zielgruppe erreichen, als die Studierenden, die ich an meiner Fakultät erreichen kann.

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