Migration Heute: Mit Radio für Integration

„Integration beginnt im Kopf“, sagt Jean, einer der vier Mitglieder von Migration Heute. Hinter dem Projekt steckt eine Radiosendung, die über Migration und Integration in Deutschland und Europa berichtet. In der Sendung geht es zum Beispiel darum, wie es Geflüchteten an deutschen Universitäten und Hochschulen ergeht oder wie das Zusammenleben zwischen Migranten und Einheimischen allgemein funktioniert und was man daran noch verbessern könnte. 

Zum Team von Migration Heute gehören Lina Borchers, Manale Engrany, Marlene Henschen und Jean Ngendahimana. Lina, die früher beim Radio gearbeitet hat, war in der Flüchtlingshilfe engagiert und hat auf diesem Weg Jean kennengelernt. Der war in seinem Heimatland Ruanda auch schon als Journalist bei einem Radiosender angestellt. Gemeinsam starteten die beiden Anfang 2017 Migration Heute. Später stoßen noch Marlene und Manale zum Team dazu. Auch Manale hat bereits Medienerfahrung: Bevor sie vor einem Jahr nach Deutschland kam, hat sie in ihrer Heimat Syrien beim Fernsehen gearbeitet.

 

Migration ist positiv

 Jean und Lina haben das Projekt ins Leben gerufen, weil ihnen aufgefallen ist, dass das Thema Migration oft nur in Verbindung mit der Flüchtlingskrise zur Sprache kommt und in den Medien häufig negativ darüber berichtet wird. „Zum Beispiel, dass zu viele Flüchtlinge kommen, es nicht genug Platz gibt, kein Geld oder dass Ressourcen ausgeschöpft sind“, erklärt Lina. „Das ist etwas, was wir gerne ändern möchten. Wir wollen vor allem die positive Seite von Migration und Integration in den Vordergrund stellen.“ Darüber hinaus erhoffen sich die Projektmacher, dass sie mit ihrer Sendung auch selbst zu einer besseren Integration beitragen können.

Zu hören gibt es die Sendung einmal im Monat auf OldenburgEins. Jedesmal wird ein Gast interviewt, der etwas mit den Themen Integration und Migration zu tun hat. Verschiedene Verantwortliche der Universität Oldenburg und ein Koordinator des Flüchtlingsprojekts „Start with a Friend“ waren bereits in der Sendung zu Gast. Die Interviews sind später auch als Podcast auf der Website des Projekts zum Nachhören verfügbar.

Wie geht’s weiter?

Die Think Big Förderung hat es dem Team ermöglicht, sein Netzwerk auszubauen und die Sendung weiter voranzubringen. Im Moment sind die Vier dabei, das Projekt als Verein registrieren zu lassen. Und was kommt danach? „Natürlich würden wir gerne unsere Reichweite vergrößern, damit die Sendung bald nicht nur in Oldenburg, sondern in ganz Niedersachsen oder sogar deutschlandweit zu hören ist.“

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