Jung und ganz schön oho: Diese Erfindungen stammen von Kindern und Jugendlichen

Der 17. Januar ist nicht nur der Geburtstag von Benjamin Franklin. Bevor der Gründervater der USA in die Politik ging, machte er sich durch zahlreiche Erfindungen einen Namen. Eine davon war eine frühe Form der Schwimmflossen – da war er gerade einmal zwölf Jahre alt! Kein Wunder, dass sein Geburtstag Pate stand für den heutigen “Tag der Kinder-Erfinder”. Deswegen stellen wir euch hier unerwartete, faszinierende oder skurrile Erfindungen vor, die von Kindern und Jugendlichen stammen.

Was haben Eis am Stiel und Ohrenschützer gemeinsam? Ihre Erfinder waren beide unter sechzehn Jahren alt. Der 11-jährige Frank Epperson vergaß 1905 einen Löffel in einem Glas Brause-Wasser, das über Nacht komplett gefror – die Geburtsstunde von Wassereis am Stiel. Und der 15-jährige Chester Greenwood wollte 1873 beim Eislaufen nicht mehr so an den Ohren frieren. Also bog er ein wenig Draht zurecht und bat seine Großmutter, Fell darüber zu nähen. Beide Jungen ließen später ihre Erfindungen patentieren. Einmal war der Zufall verantwortlich für eine neue Erfindung, ein anderes Mal gelang es dem Erfinder, ein persönliches Problem auf clevere Weise zu lösen.

via GIPHY

Zugegeben, das ist beides schon ein Weilchen her. Doch Ohrenschützer und Eis am Stiel kennt heutzutage buchstäblich jedes Kind. Und auch heute wachsen junge Menschen mit Erfindungsgeist über sich hinaus und erfinden oder entwickeln Dinge, die sogar so manchen Erwachsenen staunen lassen. Wir stellen euch drei davon vor.

Nur mit der Wärme der eigenen Hand: Taschenlampe ohne Batterie

Ann Makosinski aus Kanada ist 15 Jahre alt, als ihre Mutter ihr aus ihrer Heimat, den Philippinen, erzählt, dass dort einige junge Leute schlechte Noten in der Schule schreiben, weil die Familie sich keinen elektrischen Strom leisten kann. Ohne Licht am Abend wird es schwer mit dem Lernen auf Arbeiten und Tests. Ann, die sich schon seit ihrer Kindheit für Naturwissenschaften begeistert, beginnt zu tüfteln und zu recherchieren – und entwickelt eine Taschenlampe, die ohne Batterien, sondern nur mit der Wärme der eigenen Hand betrieben wird.

via GIPHY

Warm und trocken durch die Nacht: der „Duffily Bag“

Emily Duffy aus der irischen Stadt Limerick ging das Schicksal der vielen Obdachlosen in ihrer Heimatstadt zu Herzen. Sie ist 14, als sie verschiedene Materialien, wie zum Beispiel Luftpolsterfolie, kombiniert und so einen speziellen Schlafsack für Obdachlose erfindet: Er ist leicht, wasserdicht, wärmeisolierend, feuerfest – und günstig. Heute produziert sie die “Duffily Bags” und arbeitet zusätzlich an Projekten mit, die Obdachlosen helfen, wieder auf die Beine zu kommen und so eine neue Perspektive im Leben erhalten.

via GIPHY

Ohne Kühlung: der Ebola-Schnelltest

Olivia Hallisey aus Connecticut in den USA entwickelt mit 16 Jahren einen Ebola-Schnelltest. Die Ebola-Krise 2014 beschäftigt die Schülerin sehr und sie möchte etwas tun, um zu helfen, den Ausbruch einzudämmen. Bestehende Test-Verfahren sind aufwändig, teuer und erfordern Kühlung. Außerdem dauert es ziemlich lange, bis ein Ergebnis vorliegt. Der Schnelltest, den Olivia entwickelt hat, liefert ein Ergebnis innerhalb von 30 Minuten und das ganz ohne Kühlung. Ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest verfärbt sich das Material, wenn das Ergebnis positiv ist, also die betreffende Person das Ebola-Virus in sich trägt.

via GIPHY

Jetzt seid ihr dran!

Ob Zufall, scheinbar simple Problemlösung oder langes Tüfteln: Der heutige Tag zeigt, dass jeder etwas bewirken kann, egal wie alt. Also geht euren eigenen Weg und lasst euch nie sagen, dass eine Idee zu abgedreht ist, um sie zu verwirklichen – oder dass ihr noch zu jung dafür seid. Findet heraus, was euch bewegt und werdet kreativ und aktiv – um selber die Welt und die Zukunft zu gestalten.

 

Beitragsfoto: Sergey Nivens @ Adobe Stock

|
Zurück zur Übersicht

Kommentare

Kommentare sind geschlossen.