Gute Vorsätze: So wird ein Plan draus

Mit guten Vorsätzen zum Jahreswechsel ist es so eine Sache: Im Januar sind wir noch hoch motiviert, leider hält das oft nicht lange an. Wir haben drei Szenarien durchgespielt und sagen wie es diesmal gelingt, dranzubleiben.

Vorsatz: Öfter zum Sport gehen

4-Punkte-Plan:

1. Zielsetzung: Ein konkretes Ziel zu definieren ist der erste Schritt. Mach dir klar, warum du mehr Sport treiben möchtest und in welchem Umfang. Wenn du bisher gar keinen Sport gemacht hast, nimm dir z.B. vor: „Ich möchte ab dem 1. Januar 2018 zweimal pro Woche 30 Minuten Sport machen, weil ich denke, dass ich mich dann wohler fühle.“
2. Spaßfaktor: Such dir eine Sportart, die dir Spaß macht. Ein Erfolgsfaktor sind auch Freunde oder eine Gemeinschaft: Frag bei deinen sportlichen Freunden nach, ob sie dich mal zum Badminton oder Hockey mitnehmen. So kannst du rausfinden, wo du dich wohlfühlst. Wer joggen möchte, findet in seiner Umgebung Lauftreffs, denn wenn du eine feste Verabredung hast, kannst du nicht so leicht kneifen.
3. Tempo: Einsteiger sollten das Training langsam angehen lassen. Denn wer von heute auf morgen jeden Tag ins Fitnessstudio rennt, wird wahrscheinlich schnell die Lust verlieren. Am besten ist es, sich den Sport auf zweimal pro Woche, für 30 Minuten und mit mindestens einem Tag Pause dazwischen einzuteilen. Tipp: immer an den gleichen Tagen Sport machen, damit sich der Körper darauf einstellen kann.“
4. Durchhalten: „Von Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Es ist normal, dass wir nicht jede Woche gleich drauf sind und dass auch mal was dazwischenkommt. Nur darf man dann die Flinte nicht gleich wieder ins Korn werfen. Man muss wirklich dranbleiben.“

Vorsatz 2: Mehr Arbeit fürs Projekt

4-Punkte-Plan:

1. Zielsetzung: Zuerst solltest du festlegen, was genau du verbessern möchtest. Geht es um das Projekt allgemein oder um ein konkretes Task, bei dem du noch Verbesserungspotential siehst?
2. Reihenfolge: Jetzt musst du dir die Frage stellen, wie du dein konkretes Ziel am besten erreichen kannst. Was ist der erste Schritt (z. B. Schreibtisch aufräumen)? Was kommt dann (z:B. mit den anderen Skypen)?
3. Plan: Am besten einen Punkte- und Strukturplan entwickeln. Darin sollte zum Beispiel stehen: „Um wie viel Uhr arbeite ich am Projekt? Wie lange? Wann mache ich die erste Pause, und was mache ich in der Pause? An welchem Tag steht welcher Punkt auf dem Plan?“ Und nicht zu vergessen: Es gibt kein besseres Gefühl, als erledigte To-dos auf der Liste abzuhaken.
4. Tempo: Versuche, mit kleinen Schritten zum Ziel zu kommen, das heißt, dir zum Beispiel jeden Tag für den nächsten Tag drei kleine Dinge vorzunehmen, die zum Ziel führen sollen: Beim nächsten Treffen Schoki für alle mitzubringen, die Präsentation nochmal auf Rechtschreibfehler zu checken oder dem gesprächigen Teammitglied sagen, dass du dich heute konzentrieren willst.

Vorsatz 3: Weniger Zeit auf Insta und Co. vertrödeln

4-Punkte-Plan:

1. Strukturen: Zuerst ist es wichtig, für klare Strukturen zu sorgen und Lernzeit oder Projektzeit am Laptop vom Scrollen und Liken zu trennen.
2. On/Off: Wenn die Versuchung zu groß wird, kannst du ruhig mal mit einem Blatt Papier in ein anderes Zimmer gehen, das Smartphone oder den PC ganz ausmachen und dich so auf die bevorstehende Aufgabe einlassen und über Lösungsansätze nachdenken.
3. Ziel: Wenn ein konkretes Ziel formuliert ist, wie zum Beispiel „Jetzt kläre ich einen offenen Punkt an meinem Projekt“ oder „Ich arbeite konzentriert zwei Stunden an einer Präsentation“, dann sollte es auch dabei bleiben. Das heißt auch, dass die halbe Stunde Aufräumen nicht auf drei Stunden verteilt wird, sondern du die Aufgaben auch wirklich konzentriert durchgehst.
4. Belohnung: Am besten klappt das Ganze, wenn du dir für deine Konzentration und die Aufgaben, die du gut gelöst hast, auch eine Belohnung gönnst, wie zum Beispiel den restlichen Nachmittag netflixen.

Fotos: AdobeStock


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