Gut vortragen: So überzeugen deine Ideen

Wir sind Fans von großen Ideen – aber am Ende triumphiert nur, wer andere von seinen Visionen begeistern kann. Das funktioniert am besten mit solider Vorbereitung und ein paar rhetorischen Tricks.

Bereite die Fakten vor

 Zu Beginn solltest du ein paar handfeste Zahlen und Begebenheiten heraussuchen. Fang bei ähnlichen Projekten an und arbeite dich Schritt für Schritt voran: Gibt es relevante Statistiken, die man kennen sollte? Gibt es technologische Entwicklungen, die dir in die Hände spielen? Je genauer du über dein Thema Bescheid weißt, desto schwieriger wird es für andere, die Idee auseinander zu nehmen. 

Nimm den Standpunkt des Gegenübers ein

Klar, du bist von deinem Projekt, deiner Initiative oder deinem Produkt überzeugt. Das heißt aber noch lange nicht, dass andere dafür genauso Feuer und Flamme sein werden. Also leg dir verschiedene Sätze zurecht, mit denen du deine Idee vorstellen kannst, die a) genauso tief im Thema stecken, b) schon mal etwas davon gehört haben oder c) völlige Außenseiter mit grundsätzlicher Neugierde sind. Versuche es bei deinen Freunden, Eltern oder Geschwistern, bevor du auf Fremde zugehst. So stellst du sicher, dass deine Gesprächseinstiege, Argumente und Ausblicke verstanden und nachvollzogen werden können.

Foto: Adobe Stock

Werde zum Geschichtenerzähler

Je einfacher du komplexe Zusammenhänge verständlich machen kannst, desto eher wird man dir folgen und deiner Idee etwas abgewinnen. Nutze bekannte Erzählmuster, um anderen den Einstieg zu erleichtern. Wie wäre es zum Beispiel mit der altbekannten Heldenreise? In diesem Fall ist deine Idee der Held und das Problem, das du lösen möchtest, die dunkle Bedrohung. Wähle als Einstieg eine unbestreitbare Tatsache. Ein Beispiel: „Durch Smartphones sind wir immer und überall erreichbar. Aber bei der Vielzahl an Push-Notifications und Neuigkeiten in unseren Apps verlieren wir uns immer schneller im Informationsrausch. Mit meiner Projektidee lassen sich Mitteilungen für einen ausgewählten Zeitraum einfach deaktivieren.“

Verdeutliche, was dir wichtig ist

Arbeite mit visuellen Hilfsmitteln, um deine Hauptaussagen bildlich zu untermauern. Das kann eine Präsentation oder aber ein echtes Objekt sein. Außerdem macht es einfach mehr Spaß auf mehreren Ebenen unterhalten zu werden, als eine halbe Stunde allein auf den Klang der Stimme zu achten. Arbeite deine Argumentation als Dramaturgie aus: Zuerst holt man sein Gegenüber ab, dann berichtet man vom Problem, das es zu lösen gilt, stellt seine Idee vor und wie diese ggf. ganz konkret das Leben des Zuhörers positiv beeinflussen könnte. Am besten überzeugst du Menschen übrigens, wenn du sie etwas selbst ausprobieren lässt. Das Aha-Erlebnis ist stärker als jedes Versprechen!

 

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