Eule oder Lerche: Wann bist du am produktivsten?

Erledigst du die wichtigsten Aufgaben des Tages lieber gleich als erstes oder fährst du erst so richtig auf, wenn dich gegen Abend niemand mehr stresst? Der Grund für das eine oder andere Verhalten ist die innere Uhr. Die funktioniert nämlich als Taktgeber für unsere Aufnahmefähigkeit, sagt uns, wann wir besonders effizient arbeiten oder kreativ sind und wann es Zeit zum Schlafen ist.

Die Wissenschaft hat dabei zwei Typen herausgearbeitet: Lerchen und Eulen. Beide stehen für das Extremverhalten der Frühaufsteher oder Langschläfer und eignen sich dafür, den menschlichen Biorhythmus besser zu verstehen. Denn wer seine tatsächlichen Arbeitsphasen einschätzen kann, wird zukünftig viel leichter und einfallsreicher durch den Tag kommen!

Lerchen haben das Team Früher-Vogel gegründet

Du wachst vor dem Wecker auf und beginnst den Tag mit einem Lächeln auf den Lippen? Dann bist du ein Frühaufsteher. Mit oder ohne Kaffee im Magen: Dir macht morgens niemand etwas vor. Deine Leistungsfähigkeit ist dann am besten, wenn der Tag gerade erst losgeht. Für die Arbeit an deinem Projekt heißt das, dass du dir besonders knifflige Aufgaben ruhig gleich zuerst vornehmen solltest. Denn je länger der Tag andauert, desto unwahrscheinlicher werden gedankliche Meisterleistungen von dir.

Um gleich morgens so richtig durchzustarten, ist die Most-Important-Thing-Arbeitsmethode super! Dafür musst du dir nur eine To-Do-Liste schreiben und danach bewerten, was davon genau heute die wichtigste Aufgabe wäre. Die Methode ist genauso einfach wie genial: Durch die Priorisierung zwingst du dich dazu tatsächlich mit der dringlichsten Aufgabe zu starten. Du hast dann den meisten Elan und kannst diese eine Sache sicher am schnellsten abhaken. Füllaufgaben wie Schreibtisch aufräumen oder Müll rausbringen kannst du auch easy mit halber Aufmerksamkeit erledigen.

Eulen können endlich in Ruhe schaffen

Der Trouble des Tages liegt bereits hinter uns, da werden die Eulen erst so richtig munter. Sie sind dann besonders motiviert und voller Tatendrang. Wie echte Eulen trumpfen sie dann auf, wenn der Rest schon in den Federn liegt. Kein Wunder, können sie doch am Abend endlich mal ihre Gedanken ordnen. Wer sich bisher immer gefragt hat, warum man nur immer dafür belächelt wurde, regelmäßig die Nächte durchzumachen und morgens dafür nicht aus dem Bett zu kommen, der kennt jetzt die Erklärung.

Ab 20 Uhr wird es auf Whatsapp und Co spürbar ruhiger, es trudeln keine neuen E-Mails mehr ein und sowieso können Notfälle jetzt auch bis morgen warten. In der Nacht kannst du dich endlich allen Dingen widmen, die ohne Ablenkung viel besser funktionieren. Dazu zählen natürlich auch die Ideenfindung für dein Projekt oder die Ausarbeitung eines Businessplans.

Gegen den Rhythmus leben bringt nichts

Die meisten von uns sind übrigens Mischtypen, also Lerche mit einem Schuss Eule oder umgekehrt. Dennoch gibt es viele Jobs und Aktivitäten, die man bewusst wählen und ausüben kann, um seinem natürlichen Biorhythmus etwas besser zu entsprechen. Dafür musst du einfach mal in dich hinein horchen, wann du dich am leistungsfähigsten fühlst und wann die Müdigkeit ganz von alleine kommt.

Mit dem Alter wird übrigens auch die Schlafenszeit, die wir zur Regeneration benötigen, immer kürzer. Ab fünf Jahren fängt das Durchschlafen an – da können locker acht bis neun Stunden Schlaf in der Nacht zusammenkommen. Danach kommt eine lange Phase, in der sieben Stunden völlig genügen. Erst ab etwa 50 Jahren verkürzt sich die Schlafzeit noch einmal um etwa eine Stunde. Wir halten fest: An normalen Tagen haben wir plus minus 17 Stunden zur Verfügung, um unsere Ideen und Projekte umzusetzen. Wer seine Stärken kennt, macht das meiste daraus.

Foto: iStock/amriphoto

 

 

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