„Ensemble Incroyable“: Musik für kulturelle Vielfalt

„Am Anfang war ein Klavier, das nicht allein sein sollte“, lacht die 22-jährige Pina Schubert. Bei einem Nachbarschaftsfest stand da plötzlich ein Umzugswagen mit Klavier. Kurzerhand trommelte Pina Menschen zusammen, die auf dem Wagen gemeinsam Musik machten.  So entstand die Idee zu „Ensemble Incroyable“. Bei dem Projekt können alle Dresdener Hobbymusikerinnen und -musiker mitmachen. Im Vordergrund steht nicht, wie gut jemand sein Instrument beherrscht, sondern der Spaß und die Erfahrung, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.

Für Weltoffenheit und kulturelle Vielfalt

Pina und ihre rund 20 Mitstreiter zeigen mit ihrem Projekt, wie weltoffen Dresden sein kann. Nicht nur Deutsche machen mit, sondern auch Engländer, Franzosen und ein Türke sind dabei, alle zwischen 19 und 24 Jahren alt. Die meisten von ihnen studieren.  Ihr Repertoire ist eine wilde Mischung, darunter Jazz, Klezmer, Balkanpop oder auch Hip Hop. Jeder kann Stücke vorschlagen. Bewusst verzichtet die  Gruppe auf Hierarchien. So wechselt auch die Probenleitung jedes Mal. Mit „Ensemble Incroyable“ setzt das Projektteam rechtsradikalen Tendenzen in der Region etwas Positives und Kraftvolles entgegen. Und das gelingt ziemlich gut: Mit einem Benefizkonzert hat das „Ensemble Incroyable“ Geld für Hilfskonvois nach Serbien eingespielt. „Unser erstes, selbst organisiertes Konzert hat eine beeindruckende Dynamik frei gesetzt“, schwärmt Pina.

Think Big sponsert die Technik

Dabei half die Think Big-Basic-Förderung: „Wir konnten nötige Technik wie Mikrofone anschaffen, was die Aufführung total erleichtert hat.“ Außerdem finanzierte das Team Plakate über Think Big. Für den Transport eines Kontrabasses durch die Stadt war sogar auch noch Geld übrig. Als nächstes stehen die eigene Website und mehr Input für den Facebook-Auftritt an, wofür sich die Musiker Unterstützung bei der Think Big-Digitalwerkstatt holen möchten.

Noch viel vor

Wie es danach weitergeht? Nach dem erfolgreichen Benefizkonzert wird es sicher noch weitere Auftritte geben. Außerdem würde die Gruppe auch gern bei Demos spielen, wie Pina erklärt. Keine Frage – das „Ensemble Incroyable“ hat noch viel vor.

Foto: Miguel Quevedo Botella

 

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